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Miss
Faustus

“Ich mag keine Labels. Weder für meine Person, noch für meine Kunst. Ich bin keine Grafikerin, weder Illustratorin noch Künstlerin.
Ich kreiere.
Gefühlvoll, heftig, ohne Ausflüchte. Wenn ich Menschen mit meinen Arbeiten berühren kann, ist das alles was `Kunst` braucht."

 

Aufgewachsen auf dem Land in einem Dorf so klein, dass man vergeblich nach einem Kaugummiautomaten oder Bushaltestelle suchte, begann Miss Faustus Liebe zur Kunst bereits als sie jung war. Ihr Talent bekam sie von ihrer Mutter, welche oft ihre Abende in dem  Schuppen hinter dem Bauernhaus verbrachte und bis spät in Nacht Akte von Frauen malte.

"Für die meisten Kinder wäre es warscheinlich ein erschreckendes Bild gewesen, seine Mama rauchend, trinkend und laut singend zu sehen während sie nackte Menschen malt. Für mich ist diese Erinnerung einer meiner prägendsten und schönsten Momente, weil sie in diesem Augenblick nicht mehr meine Mutter war. Sie wurde zu Karin, einem Mensch in all seiner Schönheit, Schmerz und Emotion. Als Erwachsene Frau kann ich mich mit dieser Erinnerung auf einer sehr tiefen Ebene identifizieren. Die Malerei ist etwas, das der Seele Raum gibt loszulassen und zu heilen. Es verbindet uns bis heute und nur um es klar zu stellen, sie ist eine fantastische Mama."

Mit einem blühenden Garten und einer Großmutter, welche mit Hingabe Dahlien so groß wie Kindsköpfe anpflanzte, verfiel die kleine Laura allem was in der Natur wuchs, blühte und flog. Ihre farbenfrohen Bilder und vorallem ihre Illustrationen sind das Ergebnis dieser wunderbaren Kindheit.

Nachdem sie zwei Jahre in Neuseeland und Australien verbrachte, versuchte sie in der Münchner Gastronomie Fuß zu fassen. Jahre vergingen aber die Malerei verschwand nie. Eine erfolglose Bewerbung an der Münchner Akadmie der bildenen Künste, persönliche Schicksalsschläge und die Pandmie 2019 änderten Miss Faustus Stil drastisch. Dunkle Farben und schwarze Hintergründe schlichen sich auf die Leinwände. Männliche Akte ohne Gesichter, Gold und Indigo vermischten sich mit harten Linien und dicken Schickten an Lacken. Es schien als ob die Realität des Erwachsenenlebens die sonnigen Tage und den Duft der Rosen wegnahm.

2021 kehrte sie der Dienstleistungsbranche schließlich den Rücken und entschied sich, ihrer Kunst volle Aufmerksamkeit zu schenken.

"Ich wollte nie etwas anderes als Kreieren. Ich suchte nach jemanden oder etwas der mir die Kunst erlaubt, der mir sagt in welche Niesche ich passe. Es hat mich viel Arbeit gekostet zu dem Ergebnis zu kommen, das die einzige Person die ich um Erlaubis beten muss, ich selbst bin. Der Moment in dem ich mich für die Kunst entschied wurde alles leichter. Ich habe das Gefühl, angekommen zu sein und das bedeutet mir alles."

"

Momentan lebt und arbeitet sie in München als freie Künstlerin und

Illustratorin und arbeitet an verschiedenen Projekten.

m. Faustus